Plan B | MFT und Schule

Plan B | Multifamilientherapeutische Tagesgruppe und Schule

Unsere Arbeit hat zum Ziel, durch individuell abgestimmte tagesstrukturierende und prozessbegleitende Maßnahmen sowie eine Beschulung in Kleingruppen den Verbleib von 12- bis 14jährigen Kindern im Schulsystem zu sichern. Auf der Grundlage des seit 2015 eingeführten multifamilientherapeutischen Arbeitskonzeptes behalten und übernehmen Familienangehörige in diesem Prozess Mitverantwortung. Sie werden dafür begleitet und gestärkt. Bestehende soziale Netzwerke können ebenfalls miteinbezogen werden, sodass gemeinsam an einer gesunden Entwicklung für eine erfolgreiche schulische Perspektive der Kinder gearbeitet wird. Unsere Arbeit beruht auf den vier Säulen: Unterricht in Kleinklassen, Mehrfamilienarbeit, Praxislernen und Aktivitäten in der Schulgemeinschaft.

 

Zielgruppe

Schüler*innen, die im 7. und 8. Schulbesuchsjahr, zwischen zwölf und 14 Jahre alt sind und begleitend zur schulischen Förderung einer intensiven pädagogisch-therapeutischen Unterstützung bedürfen. Ausschlaggebend dafür können besondere persönliche, schulische und/oder auch familiäre Problemlagen sein. Die Hilfe bezieht die Gesamtfamilie unbedingt mit ein.

 

Ziele

Uns sind wichtig und wir sorgen für eine intensive Kooperation und Kommunikation zwischen Schule, Familie/Angehörigen und Jugendamt mit Blick auf Ressourcenaktivierung und Potenzialentfaltung des jungen Menschen, eine Stärkung des familiären Zusammenhalts und der Familienbeziehungen sowie auf eine gelingende Reintegration in schulische Ausbildung. Dabei achten wir auf frühzeitige Interventionen und Unterstützungsmaßnahmen bei Lernschwierigkeiten im Lesen und/oder Rechnen sowie einer Gefährdung der schulischen Entwicklung aufgrund anderer Auffälligkeiten. Als Helfernetzwerk erarbeiten und erproben wir gemeinsam Anschlussperspektiven ggf. auch in Kooperation und Absprache mit Projekten der Jugendberufshilfe.

 

Mehrfamilienarbeit und Netzwerkarbeit

Mitarbeit von Familien im Unterricht sowie familienbezogene Einzelgespräche und wöchentliche Mehrfamiliengespräche sind integrativer Bestandteil unseres Wochenplans. Hinzu kommt eine enge Kooperation mit der Herkunftsschule, ggf. weiteren Helfersystemen sowie eine sozialräumliche fallübergreifende Netzwerkarbeit, z.B. bei der Suche von Praxislernorten.

 

Praxislernen / Soziale Verantwortung

Zweimal in der Woche widmen sich die jungen Menschen lebens- und praxisnahem Lernen in situations- und erlebnisbezogenen Kontexten. Dafür suchen sie sich mit Unterstützung ihrer Familien Betriebe, Werkstätten bzw. Einrichtungen ihrer Wahl und werten ihre Erfahrungen im Unterricht aus.

 

Aufnahmeverfahren und Leistungsinhalt

Die Hilfe erfolgt unter Einbeziehung des Familiensystems. Eine Bedarfsklärung erfolgt über das Jugendamt nach Antrag durch die Sorgeberechtigten auf der Grundlage § 27 SGB VIII in Anlehnung an § 32 SGB VIII, ggf. in Verb. mit § 35a SGB VIII. Diese Unterstützungsleistung erbringen wir in Kooperation mit dem  Jugendamt Pankow, der Regionalen Schulaufsicht Pankow und dem Schul- und Sportamt des Bezirksamtes Pankow. Das Angebot kann auch von anderen Bezirken genutzt werden.

Kooperation

Bei der Umsetzung dieses Angebotes arbeiten wir eng mit der Reinhold Burger Schule in Berlin-Pankow zusammen.

 

Unterstützung

Wir danken der Stiftung Pfefferwerk für die finanzielle Unterstützung!