Einweihung unseres Inklusiven Hauses und Tag der offenen Tür

Die Idee unseres Inklusiven Hauses ist ein gemeinsames Zusammenleben vieler verschiedener Menschen in einem Haus. Wir möchten die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle Menschen fördern. Dabei möchten wir insbesondere den Lebensweg von benachteiligten Menschen gemeinsam mit ihnen zukunftsweisend entwickeln und sie in ihrer größtmöglichen Eigenständigkeit stärken.
Die Eröffnung unserer zwei neuen Wohngemeinschaften für junge Menschen mit Beeinträchtigungen nehmen wir zum Anlass, Unterstützer, Kooperationspartner, Kostenträger, Bewohner*innen und ihre Angehörige, Nachbar*innen, Kolleg*innen und Interessierte herzlich einzuladen.

WANNDonnerstag, 15. August 2019 | 12 bis 18 Uhr
WO?        Boothstraße 17 | 12207 Berlin

PROGRAMM
12:30 Uhr: Begrüßung durch die Geschäftsleitung
Von der Idee bis zur ersten Umsetzung des Inklusiven Hauses:
Ulrike Klotz (Abteilungsleitung Jugendhilfe und Wohnen)
Maud Materson (Einrichtungsleitung Inklusives Wohnen)

13:30 Uhr: Hausführungen mit unseren Mitarbeiter*innen
Ausstellung der Dokumentation der Beteiligungsworkshops zum Projekt Prima Bude
Mitmachtänze im Gemeinschaftsraum
Kennenlernen und Gespräche bei Essen und Trinken im Garten

WIR FREUEN UNS AUF SIE!

Kontakt: Maud Materson | materson@pfefferwerk.de, Ulrike Klotz: klotz@pfefferwerk.de

 

DIE GESCHICHTE UNSERES PROJEKTES

»Wir leben gemeinsam und zusammen – inklusiv«

Mit unseren Angeboten setzen wir uns für eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen am gesellschaftlichen Leben ein und entwickeln dafür neue Wege und Ideen. Unser Projekt »Inklusives Wohnen« war so eine Idee. Nach Besuchen von Wohnprojekten in Berlin und Hamburg begannen wir 2017, unsere eigenen Vorstellungen für ein Haus zu entwickeln, in dem Menschen mit und ohne Behinderung, Studierende, Menschen mit Fluchterfahrung, wohnungslose Jugendliche und junge Familien barrierefrei wohnen und gemeinsam den Alltag gestalten.

Unserer Vision ein Stück näher

Fachliches Know-how und Erfahrungen waren da, die Konzeptionen geschrieben, unser virtuelles inklusives Haus war fertig. Leider kamen wir aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes keinen Schritt weiter. 2018 beteiligten wir uns an einer Ausschreibung für eine Immobilie in Berlin-Lichterfelde und erhielten tatsächlich den Zuschlag für das Grundstück mit zwei Häusern eines ehemaligen Pflegeheims in der Boothstraße.

Endlich konnten wir loslegen!

Unsere Vision eines gemeinsamen Wohn- und Lebensortes für Menschen mit und ohne Behinderung wurde damit ein ganzes Stück greifbarer! Das Grundstück befindet sich in einem ruhigen und idyllischen Viertel und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Beide Häuser mit insgesamt 42 Wohneinheiten sind barrierearm. Zu den WGs gehört ein Gemeinschaftsraum mit Küche.  Außerdem können die Bewohner*innen einen großzügigen Saal mit Vollküche nutzen. Wichtig war uns, dass die zukünftigen Bewohner*innen das Zusammenleben von Anfang an mitgestalten.

Was machst Du hier, Schwelle?

Deshalb organisierten wir mit der STATTBAU Stadtentwicklungs GmbH, die das Projekt über das Programm „Prima Bude“ auch finanziell unterstützt, im Oktober 2018 für interessierte Studierende und junge Menschen mit Behinderung einen Workshop. Es ging darum, den Ort nah den Vorstellungen und Wünschen der künftigen Bewohner*innen zu gestalten. Mit oder ohne Kommunikationseinschränkung – alle waren beteiligt. In einem Visionenspiel überlegten wir uns, wie wir den Gemeinschaftssaal nutzen könnten. Mit Legobausteinen, Postkarten und Malsachen bauten wir, was sich jede*r für den Saal wünschen würde. Aus den Ergebnissen erarbeiteten Innenarchitekten eine Planung, die wir nun nach und nach mit verschiedenen Gewerken umsetzen. Auch den Garten werden wir mit dieser partizipativen Methode gestalten.

Herzlich willkommen im inklusiven Haus!

Am 1. Februar begrüßten wir den ersten Bewohner und Anfang März zogen acht Studierende ein. Und nachdem wir im Dezember die Anerkennung als Träger der Eingliederungshilfe bekamen und – nach langer Suche – engagierte Fachkräfte gefunden haben, können wir nun auch unsere erste ambulante WG (10 Plätze) mit vier Bewohner*innen eröffnen und sie in der Gemeinschaft mit den anderen Bewohner*innen in ihrer Eigenständigkeit begleiten und stärken.

Maud Materson | Einrichtungsleitung Inklusives Wohnen | Kontakt: materson@pfefferwerk.de

 

 

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