„die mühle“ – Perspektive Chance Mikroprojekte

Das im Rahmen des Programms JUGEND STÄRKEN IM QUARTIER geförderte Projekt hilft schulpflichtigen jungen Menschen zwischen 12 und 15 Jahren, die die Schule verweigern, eine Schulperspektive zu entwickeln. Jugendliche im Alter von 16 bis 26 Jahren mit schwierigen Ausgangsvoraussetzungen unterstützt es auf dem Weg in eine Ausbildung oder in eine Arbeit.

Angesiedelt im sozial schwierigen »Mühlenkiez« erreichte das Team in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Pankow durch niedrigschwellige Beratung und aufsuchende Arbeit in den vergangenen vier Jahren mehr als 400 Jugendliche. 225 junge Menschen beendeten eine schulische oder berufliche Bildung oder fanden einen Arbeitsplatz.

136 junge Menschen nahmen an so genannten Microprojekten, wie Graffitikursen, Skaterworkshops, Tanzangeboten, Holz- und Malerarbeiten teil. Hochbeete im Garten der Gustave-Eiffel-Schule, Graffiti in 22 Etagen des Nottreppenhauses im Piskower Weg und an der tristen Umzäunung einer Gemeinschaftsunterkunft in der Storkower Straße sind Beispiele für eine gemeinsame Wohnumfeldverbesserung und eine Annäherung der Generationen.

Als Ergänzungsprojekt zu bereits bestehenden Strukturen im Bezirk und im Quartier hat das Projekt »die mühle« in den vergangenen vier Jahre zur Verbesserung des sozialen Miteinanders beigetragen. Durch die Aktivierung und berufliche Orientierung der jungen Einwohner*innen im Kiez hat die Region eine Aufwertung erfahren. Das präventiv wirkende Projekt konnte etlichen Hilfeleistungen des Jugendamtes vorbeugen. Gemeinsame Fallgespräche in der Jugendberufsagentur, die Weitervermittlung in andere Hilfsangebote und die Einbindung zahlreicher Kooperationspartner, wie zum Beispiel der Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG und die Gustave-Eiffel-Schule trugen zum Gelingen bei.

Leider werden das Jugendamt Pankow und die Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH das erfolgreiche Projekt in der zweiten Förderperiode nicht weiterführen. Die Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH dankt allen Kooperationspartnern und Unterstützer*innen für das konstruktive Zusammenwirken und Engagement.

Das Projekt wurde gefördert vom Bundesministerien für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (MBFSFJ), das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUB) und den Europäischen Sozialfonds (ESF).