Übersicht über die Projektförderung aus dem Aktionsfonds 2020:

Die nachfolgenden Projekte hat das Projekte-Plenum der PfD-Pankow Nord & Süd am 30. Januar 2020 beschlossen. Unter den Bedingungen von COVID-19 im Frühjahr 2020 haben viele Projekte nachjustiert und sich den aktuellen Bedingungen angepasst bzw. die Durchführung auf das zweite Halbjahr 2020 verlegt.

FreiRaum-Begegnungsprojekt im Prenzlauer Berg

Begegnung schafft Vertrauen zwischen Menschen. Neu- und Altberliner*innen kommen in gemütlicher Atmosphäre bei FreiRaum zusammen und sprechen über Alltagsthemen. Das ist die Idee dieses Begegnungsraumes. Zum einen kommen Menschen mit Fluchthintergrund, zum anderen besuchen Menschen die Räume von FreiRaum, die sich austauschen möchten und schon länger in der Umgebung leben. Eines der Ziele ist somit auch der Abbau von Vorurteilen.

Durch die Ausbreitung von COVID-19 pflegen die Projektmitarbeiter*innen soziale Kontakte stärker über digitale Medien und bieten Nachbarschaftshilfen unter den gegebenen Bedingungen an.

Kosten: 2.500 €

Träger: GWBB e.V.

Kooperationspartner*innen: Meet n Eat, Kulturmarkthalle, Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz

Kontakt: info@freiraum134a.de

 

Kulturmarkthalle: Nachbarschaftliches Miteinander, Tanz-Café und Prenzlauer-Berg-Fest

Im Rahmen der Kooperation der Kulturmarkthalle, Meet n Eat und dem Begegnungsprojekt FreiRaum finden gemeinsame Austauschveranstaltungen statt, um die Nachbarschaft miteinander in Kommunikation zu bringen und Vorurteile abbauen zu können. Gemeinsam organisieren alle Projektpartner das Prenzlauer-Berg-Fest im August.

Auch in der Kulturmarkthalle und bei den beteiligen Projektpartnern finden Angebote, bei denen es um Begegnung und Austausch geht, im Rahmen des derzeitigen eingeschränkten Sozialkontaktes zunehmend digitalisiert statt.

Kosten: 6500 €

Träger: Kulturmarkthalle e.V.

Kooperationspartner: Meet n Eat,  FreiRaum,  Stadtteilzentrum Prenzlauer Berg, Kulturmarkthalle,

Kontakt: sonja@KulturMarktHalle-berlin.de

 

Meet n Eat

Regelmäßig kommen Neu- und Altberliner*innen zusammen und kochen an einem Mittwoch Abend gemeinsam Essen, das sie gerne mögen. Anschließend essen sie gemeinsam und tauschen sich über ihr Leben aus. Ziel ist es, gemeinsam in Kontakt zu kommen, Alltagsprobleme kollektiv lösen zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Aufgrund der Verlagerung des Sozialen ins Digitale, findet die Kommunikation verstärkt über social media statt. Außerdem findet eine Verschiebung des gemeinsamen Kochens auf die 2. Jahreshälfte statt.

Des Weiteren ist es ein zentrales Anliegen, die bereits entstandenen Communities miteinander zu verbinden, um den weiteren Austausch untereinander zu fördern und die gewachsenen Netzwerke zu erweitern. Gemeinsam mit Kulturmarkthalle und FreiRaum organisiert Meet n Eat ein Prenzlauer-Berg-Sommerfest.

Kosten: 2500 €

Träger: Immanuelkirchgemeinde

Kooperationspartner: Kulturmarkthalle, FreiRaum, Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz, FreiRaum

Kontakt: Kiezintegration.nukwins@gmail.com

 

Altar Berlin

Die Künstlerin Lucila Guichon hat den ALTAR BERLIN konzipiert, ein interdisziplinäres Kunstprojekt, das Film, Spoken Word, Tanz und Theater kombiniert. Das Gesamtprojekt besteht aus verschiedenen Teilprojekten (sog. Stationen). In der Station Kulturmarkthalle werden Erinnerungen und Verlustgeschichten der Teilnehmer*innen inszeniert und in Kurzfilmen dokumentiert.
ALTAR BERLIN ist auch eine interaktive und partizipative Installation. Künstler*innen und Berliner*innen bauen gemeinsam den ALTAR. Er ist ein Reflexionspunkt in der Stadt, wie wir – die Bewohner*innen von Berlin – mit unseren Verlusten umgehen.  ALTAR BERLIN ermöglicht, den Verlust durch einen aktiven Beitrag zu visualisieren und damit deutlich zu machen, was für alle Berliner*innen wertvoll war und heute in unserer Stadt wichtig ist. In Berlin leben Menschen aus 193 Kulturen. Jede Kultur ist ein Geschenk, eine magische Brücke zu unschätzbaren Geschichten.  ALTAR BERLIN ist eine Anregung für den interkulturellen Dialog und für das Bewusstwerden über den städtischen Kontext und das kulturelle Kapital, das die Menschen in die Stadt bringen.  

Kosten: 5.450 €

Träger: Einzelperson

Kooperationspartner: KulturMarktHalle

Kontakt: über moskito@pfefferwerk.de

 

 

Extremismus entlarven – Demokratie stärken!

Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, besonders Menschen mit Sozialisationserfahrungen im arabischen Raum und Berliner*innen, die schon lange in Pankow leben, kommen zusammen und beschäftigen sich mit dem Phänomen von Extremismus anhand von Islamismus und Rechtsextremismus. Innerhalb von drei Workshoptagen untersuchen die Teilnehmenden die jeweiligen Inhalte, Ziele, die geschichtliche Entwicklung und den heutigen gesellschaftlichen Einfluss in Deutschland. Beide Ideologien werden miteinander in Bezug gesetzt und ihre Gemeinsamkeiten sowie ihr Zusammenspiel erarbeitet, aber auch mögliche Konzepte für Gegenmaßnahmen skizziert. Die Ergebnisse werden filmisch aufbereitet und über einen zweisprachigen Clip einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Pankower Film-Premiere ist für den 19.12.2020, den Jahrestag des Terroranschlags am Breitscheidplatz, geplant.

Kosten: 5.450 €

Träger: Demokratielotsen, Gesellschaft für Wertedialog und interkulturelle Bildung e.V. (Träger Band für Mut und Verständigung, nominiert zum nationalen Integrationspreis der Bundeskanzlerin)

Kooperationspartner: KulturMarktHalle e.V.  (Landessieger Berlin des Deutschen Nachbarschaftspreises)

Kontakt: demokratielotsen@gmail.com

 

Mehr Diversität und antirassistische Arbeit in Weißensee

Gemeinsam mit Weißenseer Kooperationspartner*innen bereitet das Freizeithaus Veranstaltungen zum Thema Flucht, Rassismus und Nachbarschaftsbegegnung vor. Aus verschiedenen Perspektiven soll die Frage beleuchtet werden, wie Menschen hier aus anderen Ländern ankommen und gemeinsam in Weißensee leben können. Dieses Projekt soll die Sensibilisierung und Auseinandersetzung mit Rassismus in Weißensee fördern und Grundlage für weitere Handlungsansätze sein.

Aktuell gibt es eine Fokussierung auf gelebte Nachbarschaftshilfe unter den Bedingungen der Einschränkungen durch COVID-19. Eine Veranstaltung hatte bereits im März vor der Einschränkung der face-to-face-Kontakte stattgefunden, weitere werden im Sommer/ Herbst folgen.

Kosten: 2.350 €

Träger: Freizeithaus e.V.

Kooperationspartner: Benn Weißensee, Bunte Kuh e.V., Weißenseer Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete

Kontakt: c.lewek@frei-zeit-haus.de

 

Wissen durch Teilhabe

Das Projekt zielt auf die Stärkung und Vernetzung von Frauen* aller Altersgruppen mit Flucht- und Migrationshintergrund in ihren prekären Lebenssituationen, sowie auf eine Austausch und Wissensvermittlung zu Themen wie geschlechtsspezifische Gewalt, Sexualität und Gleichstellung und Frauen*Gesundheitsfragen.
Durch Workshops, (Selbst-)Empowerment und offene Gruppentreffen schafft das Projekt Möglichkeitsrahmen, in dem Vertrauen zwischen den Trainer*innen und den Teilnehmerinnen aufgebaut werden kann. Ziel ist, Wissen durch Teilhabe und Self-Empowerment und Vernetzung von und mit Migrantinnen und/ oder Geflüchteten Frauen* zu stärken.
Einen wichtigen Stellenwert nimmt der Austausch zu eigenen Erfahrungen der Frauen* mit den genannten Themen ein, auch mithilfe von gestalterischen Mitteln und Körperarbeit.

Kosten: 6.100 €

Träger: Triwiewiz e.V.

Kooperationspartner: GU Storkower Str, Ladies Meet, GU Rennbahnstraße, GU Treskowstraße, GU Refugium

Kontakt: trixiewiz@gmail.com

 

Frauen*-Festival „Ein Tag für uns“ – Pankower Vernetzung von Frauen mit und ohne Fluchthintergrund

Schon im dritten Jahr in Folge soll im Herbst dieses kleine, etwa 130 Menschen umfassende Festival stattfinden. Besonders eingeladen werden die Frauen* aus den Projekten von Women save points, Ladies Meet, der Frauengruppe GU Treskower Straße. Aber auch in anderen Kreisen werben wir für dieses kleine kreative Festival, das dazu dienen soll, sich an einem Tag ohne „schwere Themen“ auszutauschen, sich gegenseitig schöne Dinge beizubringen oder gemeinsam ein Getränk zu trinken oder auch zum Schluss gemeinsam das Tanzbein zu schwingen.

Kosten: 3000 €

Träger: voraussichtlich Xochicuicatl e.V

Kooperationspartner: Women save points, Ladies Meet, Trixiewiz e.V., MigraUp Pankow, moskito

Kontakt: moskito@pfefferwerk.de

 

Ladies Meet and Do it!

Das Fundament für Integration, Empowerment und mündige Teilhabe ist Vertrauen. Mit Ladies Meet soll ein regelmäßig stattfindender Raum geöffnet nur für Frauen geöffnet werden. Frauen mit unterschiedlichem Hintergrund und mit verschiedenen Religionen –mit und ohne Migrationshintergrund –werden zusammen kochen und tanzen und begegnen sich auf Augenhöhe und unterstützen sich gegenseitig. Als inhaltliche Unterfütterung sind Themenveranstaltungen rund um die Themen Frauen-und Kinderrechte wie aber auch berufliche (Weiter-)Bildung in Deutschland Familie und Gesundheit geplant. Ziel ist in diesem Jahr die bildungspolitische Weiterbildung der beteiligten Frauen*.

Kosten: 7100 €

Träger: Xochicuicatl e.V.

Kooperationspartner: STZ am Teutoburger Platz, Meet n Eat

Kontakt: mail@xochicuicatl.de

 

Vielfalt leben, Vielfalt stärken – beim Mahlerstraßenfest „Das öffentliche Wohnzimmer“ 2020

Junge Menschen und Kiezakteure sowie Nachbar*innen unterschiedlicher Kulturen aus dem Komponistenviertel planen, bereiten vor und führen das Straßenfest „Das öffentliche Wohnzimmer“ gemeinsam durch. Ziel des Projektes ist es, vor Ort beim Fest Vielfalt zu leben, den Austausch zwischen den Kulturen zu fördern und Diversity als eine Bereicherung empfinden zu lassen. Dieses Jahr sollte das Fest im Juni stattfinden, oder, wenn die aktuellen Bedingungen das Fest erst an einem späteren Zeitpunkt zulassen, zwischen Spätsommer und Herbst.

Kosten: 1.500 €

Träger: Juventus e.V.

Kooperationspartner: unter anderem die Initiative Mitgestalter 

Kontakt: mahler20@yahoo.de

 

Knospen in Lila – ein Performance-Projekt mit Mädchen

„Knospen in Lila“ ist eine künstlerische Heranführung in die Frauenrechte für junge Mädchen* ab 10 und bis 15 Jahre in 6 Workshops zu je 3h.

Ziel des Workshops sind die altersgerechte Reflexion, Information und Sensibilisierung der Mädchen* durch Theater – vor allem die Methode des „Theaters der Unterdrückten“ und durch performativen Tanz. Die jungen Menschen gehen auch gemeinsam am 8. März demonstrieren und abschließend geben im Sommer eine öffentliche Vorführung am Tag der Mutter Erde. Begleitet wird das Projekt durch Rocío Vásquez Escalante, Sozialtanzlehrerin und Juristin & Uriara Maciel, Schauspielerin ( Theater der Unterdrückten).

Kosten: 3.500 €

Träger: Frauenkreise e.V.

Kooperationspartner: MigraUp

Kontakt: migrarteberlin@gmail.com

 

Männer machen Theater

In den letzten Jahren wendeten sich viele Begegnungs- und Empowermentsprojekte Frauen* und jungen Mädchen zu. In diesem Projekt stehen (geflüchtete) Männer* im Fokus. Gemeinsam soll mit der Methode des Theaters über geschlechtsspezifische Rollenbilder, Erwartungen in der Gesellschaft und verschiedene Perspektiven auf diese Rollen gesprochen bzw. sie spielerisch dargeboten werden, um eine Reflexion in Gange zu bringen.

Kosten: 6.200 €

Träger:  

Kooperationspartner: KulturMarktHalle e.V.

Kontakt:

 

Permakultur in der Heinrich-Böll-Bibliothek

Gemeinschaftsgärten bieten neue Gelegenheiten für Begegnung und gemeinsames Wirken von Menschen mit verschiedensten Hintergründen. Auch Permakultur hat in den letzten Jahren immer mehr Platz im städtischen Bewusstsein gefunden. Leidenschaftlich permakultur
Praktizierende eines Gemeinschaftsgartens im Südosten des Prenzlauer Bergs arbeiten gemeinsam mit Interessierten in der Heinrich-Böll-Bibliothek in der Berliner Greifswalder Str. an einer
grünen Bibliothek. Sie wollen gemeinsam mit Interessierten anschauliche Biotope zum praktischen Lernen für Bibliotheks-Besuchende schaffen.

Kosten: 1.250 €

Träger:  Einzelperson

Kooperationspartner: Heinrich-Böll-Bibliothek, Permakultur Institut e.V.

Kontakt: stefan.fischer@peaceof.land

 

Frauengruppe der Gemeinschaftsunterkunft Treskowstr./ Heinersdorf

Im Umfeld der Gemeinschaftsunterkunft Treskowstraße bildete sich eine Frauengruppe heraus, sie zum einen die Selbstverwaltung in der GU aufbaute und zum anderen auch eine soziale Gruppe wurde, um sich gegenseitig zu unterstützen. Um sich zu empowern benötigen die Frauen auch finanzielle Unterstützung für Übersetzungen und andere Aktivitäten.

Träger: Zukunftswerkstatt Heinersdorf e.V.

Kosten: 2800€

Kooperationspartner: Gemeinschaftsunterkunft Treskowstr.

Kontakt: info@zukunftswerkstatt-heinersdorf.de