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2018 Dezember

In den Einstellungen in Deutschland ist die sogenannte „Ausländerfeindlichkeit“ erschreckend hoch gestiegen , ebenso die Abwertung von muslimischen Menschen oder Menschen, die muslimisch gelesen werden. Dies stellte die am 7.11 veröffentlichte Leipziger Autoritarismus-Studie in einer repräsentativen Erhebung fest. In den Einstellungen von 24,1 % der Befragten lässt sich eine „geschlossene manifeste Ausländerfeindlichkeit“ ablesen, so ein Befund der Ergebnisse. Hinter dieser „Ausländerfeindlichkeit“ verbirgt sich eine Mischung aus Rassismus und autoritärem Denken, sowie die Vorstellung von der Ungleichwertigkeit von Menschen. Weiter stellt die Studie fest, dass „Wählerinnen und Wähler mit manifestem, geschlossen rechtsextremen Weltbild in der AfD eine politische Ausdrucksform gefunden [haben]“.
Zeitgleich wirbt das „Heimatministerium“ für „freiwilligen Rückkehr“ mit einer an Geflüchteten gerichteten Plakatkampagne, die rassistische Gedankenmuster aufgreift. Bei wem weckt dieser Slogan: „Dein Land. Deine Zukunft. Jetzt!“ Assoziationen zum „Guten Heimflug“-Plakat der NPD? Rassismus und Diskriminierung war und ist nie nur ein Problem des „rechten Randes“.
Positiv ist: Die Bejahung von Demokratie als Idee des gesellschaftlichen Zusammenhaltes ist bei einem großen Teil der Bevölkerung zu finden. Gleichzeitig stellen 47% der Befragten gleiche Rechte für alle sozialen Gruppen in Frage. Dies zeigt: Zuspruch für Demokratie und Antirassistische bzw. Antidiskriminierende Überzeugung geht – leider – nicht bei allen Menschen Hand in Hand. Nicht zuletzt deshalb braucht es eine tagtägliche Positionierung für Menschenrechte und Demokratie. Gerade jetzt! Hier geht es zum Newsletter Dezember 2018.


2018 November

In der aktuellen medialen Debatte erscheint es als ob diskutiert wird, ob Lehrer*innen überhaupt politische Bildungsarbeit im Unterricht und an den Schulen leisten dürfen. Wir haben uns mal das Berliner Schulgesetz angeschaut und folgende Passage gleich im §1 Auftrag der Schule gefunden: „[…]Ziel muss die Heranbildung von Persönlichkeiten sein, welche fähig sind, der Ideologie des Nationalsozialismus und allen anderen zur Gewaltherrschaft strebenden politischen Lehren entschieden entgegenzutreten […]“ In diesem Sinne möchten wir alle Pankower Lehrer*innen bestärken, weiterhin politische Bildungsarbeit gegen extrem Rechte, rechtspopulistische und menschenverachtende Positionen zu machen, über deren Wirkungsweisen aufzuklären und sich klar menschenrechtsorientiert zu positionieren.
Und auch wer nicht in einer Schule arbeitet: die Großdemonstration #unteilbar am 13. Oktober mit seinen 240.000 Teilnehmenden hat gezeigt, dass sich ein Großteil der Berliner Bevölkerung für Menschenrechte und eine große Vielfalt der Lebensweisen ausgesprochen und klar Position dafür bezogen hat. Dies sollte uns alle ermuntern, jeden Tag menschenverachtenden Äußerungen oder Menschenrechtsverletzenden Tätlichkeiten klar eine Absage zu erteilen! Wer Menschen das Menschsein abspricht, stellt sich klar gegen die Menschenrechte. Und diese sind #unteilbar, wie wir auch. Hier geht es zum Newsletter November 2018.


2018 Oktober

Die Ereignisse in Chemnitz sind besorgniserregend. Noch besorgniserregender ist, dass die rassistische Hetze kein singuläres Ereignis ist. Auch in unserem Bezirk gibt es viele Vorfälle, die von Rassismus, Homophobie und weiteren Formen der Gewalt erzählen. Umso ermutigender sind die positiven Entwicklungen: Die Gründung eines Pankower Bündnisses Frauen gegen Rechts, die verstärkte Debatte über Handlungsmöglichkeiten gegen Rassismus in Gremien und bezirklichen Bündnissen, die Bemühungen sich mit Menschen zu solidarisieren, die an den Rand gedrängt und diffamiert werden sollen. Egal ob in ehrenamtlichen Initiativen, in Trägern der Sozialen Arbeit oder in Bildungsinstitutionen, alle sind gefragt, mehr über Demokratie und Menschenrechte zu erzählen, um die Gefährdung der demokratischen Standards erkennen und verteidigen zu können.
Auch [moskito] bietet Angebote zum Mitmachen: der Demokratieworkshop steht vor der Tür. Argumentationstrainings gegen Rassismus, eine Fortbildung zum Vielfaltsbeauftragten oder die Mitarbeit in einer unseren thematischen Vernetzungsrunden der Partnerschaften für Demokratie Pankow sind Orte, an denen wir praktisch für ein solidarisches Miteinander arbeiten und zum Mitmachen einladen. Hier geht es zum Newsletter Oktober 2018.


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