Argumentationstraining gegen Rassismus

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21.09.21, 16.00-19.00 Uhr Online: “Wie kann ich reagieren, wenn mir Rassismus und Diskriminierungen begegnen?“
Als Engagierte:r eines Sozialen Zentrums oder Mitarbeiter:in in der Sozialen Arbeit sind wir immer wieder auch mit Rassismus und ausgrenzenden Sprüchen konfrontiert. Oft ist es in der konkreten Situation gar nicht so leicht, schnell und klar zu reagieren. Viele Fragen gehen uns durch den Kopf:

  • „Wie kann ich mit dieser Person im Kiez hier arbeiten, wenn er doch so rassistisch ist? Soll ich den Kontakt abbrechen?“
  • „Was kann ich sagen und mich gegen Rassismus positionieren, ohne die Beziehungsebene zu gefährden?“
  • „Wo setze ich eigentlich die Grenze in der Beziehungsarbeit?“
  • „War das jetzt eine rassistische Aussage, die ich da gerade gehört habe oder einfach nur ein Scherz?“
  • „Wie meinte die Person das jetzt, habe ich das richtig verstanden?“
  • „Wie reagiere ich auf Verschwörungserzählungen?“

In diesem gemeinsamen Training wollen wir zu Beginn Situationen sammeln, die uns im Rahmen der Arbeit oder auch im familiären Kontext begegnen. Anschließend wenden wir uns einer kurzen Auseinandersetzung mit Perspektiven auf Rassismus zu.
In einem dritten Schritt wenden wir uns den „wiederkehrenden rassistischen Aussagen“ zu und lernen Techniken kennen, wie darauf reagiert werden kann. Das Argumentationstraining stellt Handwerkszeug und Kommunikationsstrategien zur Verfügung, um in den geschilderten Situationen leichter reagieren zu können.
Der Workshop/ Das Training ist zugleich aber auch ein Ort, an dem wir uns darüber austauschen, wie wir Situationen einschätzen, wie wir eigene Grenzen setzen können und dennoch die Beziehungsebene zu Klient:innen oder Mitstreiter:innen im Blick haben.
Zum Abschluss üben wir konkret in Rollenspielen/ Fallbeispielen, wie wir reagieren können und trainieren einen Satz/ Aussage ein.

Das Seminar wird durchgeführt von Dr. Berit Schröder, Fach- und Netzwerkstelle [moskito] – gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt.