Corona-relativerender „Schweigemarsch“ | 22.11.2020 Prenzlauer Berg

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Für Sonntag, den 22.11.2020, ab 12:00 Uhr ist eine Demonstration, aus dem Spektrum der derzeitigen Corona-Proteste heraus, angemeldet. Die Mobile Beratung gegen Rechts Berlin und Berlin gegen Nazis schätzen diesen sogenannten „Schweigemarsch“ als rechtsoffen und verschwörungsideologisch ein. Es kann mit einer Teilnehmer*innenzahl im vierstelligen Bereich gerechnet werden.


 
Bereits beim ersten sogenannten „Schweigemarsch“ am 10. Oktober waren Menschen aus dem extrem rechten Spektrum zugegen. Ähnlich wie bereits am Mittwoch (18.11.) vor dem Brandenburger Tor, kann damit gerechnet werden, dass sich extrem rechte und gewaltbereite Menschen auf dieser Demo befinden.


 
Zusätzlich konnte in den letzten Monaten eine Radikalisierung dieser sehr heterogen zusammengesetzten Proteste beobachtet werden. Antisemitische Verschwörungsmythen, die Verharmlosung des Holocaust und rassistische Gewalt waren stets Teil dieser oft vom äußeren Erscheinungsbild harmlos wirkenden Demos, genauso wie extrem Rechte, die von einem autoritären Staatsstreich träumen und das Deutsche Reich herbeisehnen.
 


Die Organisator*innen der Demo am Sonntag rufen zwar dazu auf, jegliche Symbolik zuhause zu lassen (Fahnen etc.), sie grenzen sich aber trotz der Radikalisierungen und ins extrem Rechte Milieu hinein reichenden Mobilisierungen nicht von extrem rechten Akteuren ab, es sind explizit „alle“ eingeladen, teilzunehmen. 
 

 
Deshalb: Passt am Sonntag auf euch auf. Eine Kundgebung für die Pankower Zivilgesellschaft unter dem Motto “Abstand halten gegen Rechts” wird an der Kreuzung Schönhauser Allee / Wisbyer Straße ab 12:00 Uhr stattfinden.


 
Es gibt auch die Möglichkeit in den Sozialen Medien Haltung zu zeigen, zum Beispiel unter den Hashtags #abstandheltengegenrechts #keinplatzfürantisemitismus #keinplatzfürrassismus #helfenstatthetzen #geradedenken
 

 
Für weitere Infos schaut gerne bei Berlin gegen Nazis und der Mobilen Beratungsstelle gegen Rechts vorbei, dort wird es in den nächsten Tagen Veröffentlichungen zum Thema geben.
 

 
Schöne Grüße,

Euer [moskito]-Team


 
p/s: ein spannendes Interview zum Thema gibt es hier in der Berliner Zeitung