»Joblinge« – Austausch über die berufliche Zukunft

in die Hand geschriebener Text "Lehrstelle?"
Foto: S. Hofschlaeger_pixelio.de

Am Donnerstag, dem 23. März,  fand im Veranstaltungssaal im Pfefferberg Haus 13 eine Veranstaltung der Joblinge gaG Berlin statt. Dabei ging es um die berufliche Orientierung der jugendlichen Teilnehmer/innen des Programmes »Joblinge«. Neben den »Joblingen«, wie die Teilnehmer/innen passend genannt werden, waren auch Ausbilder verschiedener Betriebe und Unternehmen mit ihren Auszubildenden vor Ort, um sich bei einer Ausbildungsbörse den Fragen der Jugendlichen zu stellen. Dabei kann es möglich sein, dass das Interesse auf beiden Seiten so groß ist, dass sich der »Jobling« bei diesem Unternehmen bewerben kann, genommen wird und dort einen Ausbildungsvertrag unterschreibt. Auch wissen die jugendlichen Berufseinsteiger schon ungefähr, was sie machen wollen und können dort eine mögliche Auswahl treffen. Doch bevor die Zukunftspläne endlich in Angriff genommen werden konnten, gab es noch ein interessantes Programm.

Einer der ersten Redner war Serkan Sternberg, Ausbildungsberater bei der Industrie und Handelskammer(IHK). Er informierte über die Rolle des Beraters als wichtiger Ansprechpartner für Informationen und eventuelle Probleme beim Einstieg.

Auch die Theateraufführung der »Joblinge« aus Friedrichshain fand ich toll. Sie setzten sich mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung und Erwachsenwerden auseinander und wie die Ausbildung diesen schwierigen Prozess einleitet oder vollendet. Doch die wichtigste Erkenntnis aus dem Stück war für mich, dass man seine eigenen Stärken nie vergessen sollte, weil diese einem sehr gut bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz helfen können.

Die Podiumsdiskussion mit Ausbildern und Auszubildenden war eine sehr gute Möglichkeit für die Ausbildungsanwärter, ihre dringenden Fragen loszuwerden. Die Ausbilder/innen beantworteten Fragen zu Schwierigkeiten und Möglichkeiten in einer Ausbildung, wie sie ihre Auszubildenden zusätzlich unterstützen und was sie von ihnen erwarten.

Die Vorstellung des Programms EQ HOCH ZWEI war einer der letzten Programmpunkte. Es ging um die Einstiegsqualifikation eines »Joblings« in einen Beruf als Vorbereitung für die eigentliche Ausbildung. Dabei handelt es sich um ein sechs- bis zwölfmonatiges Betriebspraktikum in einem passenden Unternehmen, um dort alle wichtigen Sachen zu lernen, die man später für die Ausbildung und den Beruf braucht. Dabei bekommt man eine individuelle Betreuung und eine Begleitung beim Übergang in die Ausbildung.

Als Abschluss kam dann die Ausbildungsbörse. Dazu wurde der Boden im Veranstaltungssaal mit farbigen Klebebändern in drei Bereiche aufgeteilt. In jedem Bereich waren drei Tische aufgestellt, an denen sich die Vertreter/innen der Betriebe zusammen mit ihren Auszubildenden mit den Teilnehmer/innen unterhielten und ihnen Fragen beantworteten, die sie zuvor auf Fragebögen geschrieben hatten. Nach einer gewissen Zeit wechselten die einen in den nächsten Bereich und so weiter. Bis zum Ende der Veranstaltung.

Mein Fazit: Ich fand die Veranstaltung sehr interessant, informativ und unterhaltsam. Die Verantwortlichen wollten den Jugendlichen zeigen, dass sie ihnen nicht egal sind und, dass ihnen sehr daran gelegen ist, dass alle auf dem für sie richtigen Weg in die richtigen Ausbildungen kommen. Ich finde auch das Projekt an sich wunderbar und absolut unterstützenswert.

Jakob Schuler | Auszubildender Fachpraktiker für Bürokommunikation | 2. Ausbildungsjahr

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