Fortbildung: Zwischen Autonomie und Fürsorge | Menschen mit geistiger Behinderung begleiten

Mädchen sieht aus dem Fenster
Foto: pixabay-SeeReads

Bei der Fortbildung der Pfefferwerk Akademie am 23. Mai geht es der Referentin Frauke Reiprich um die Einführung eines Instruments zur Erfassung des sozio-emotionalen Entwicklungsalters. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte, die aktuell oder zukünftig mit Jugendlichen oder jungen Erwachsenen mit kognitiven Einschränkungen arbeiten.

INHALT

Wo leben, was arbeiten und mit wem eine Familie gründen? Richtige und falsche Entscheidungen selbst treffen zu können mit allen Konsequenzen, ist selbstverständlicher Teil des Erwachsenseins. Menschen mit kognitiven Einschränkungen, einer sogenannten geistigen Behinderung bzw. Intelligenzminderung, begegnet dieses Selbstverständnis nicht immer im gleichen Maße. Gesetzliche Betreuer*innen, die Familie und professionelle Helfer*innen übernehmen oft ein Teil möglicher Entscheidungen. Dabei spielt das Ausmaß der kognitiven Einschränkung, aber auch das sozio-emotionale Entwicklungsniveau eine bedeutende Rolle.

Die Veranstaltung soll an Hand von Fallbeispielen verschiedene Ausprägungsgrade von geistiger Behinderung und die Bedeutsamkeit des sozio-emotionalen Entwicklungsalters für die pädagogische Arbeit vorstellen. Instrumente zur Erfassung des sozio-emotionalen Entwicklungsalters werden ebenso vorgestellt.

Einen großen Raum soll schließlich die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch einnehmen: welche Erfahrungen konnten Sie bisher im Umgang mit Wünschen nach Selbstbestimmung bei Menschen mit Intelligenzminderung machen? Welche persönliche Haltung bringen Sie diesem Teil ihrer Arbeit entgegen? Welche Erfahrungen haben Sie im Spannungsfeld Autonomie und Fürsorge für Klienten auch mit verschiedenen Meinungen im Team gemacht? Lassen Sie uns gemein-sam diskutieren und mit Fallbeispielen Möglichkeiten und Wege der pädagogischen Arbeit überlegen.

DIE REFERENTIN

Frauke Reiprich ist als Psychologin und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin langjährig im Evangelischen  Krankenhaus Elisabeth Herzberge (KEH) tätig und hat dort die psychologische Leitung der Institutsambulanz inne. Schwerpunkte sind die Sprechstunde »Kinder und Jugendliche mit Intelligenzminderung und psychischer Erkrankung« und deren Fortentwicklung ebenso wie das fachliche Interesse an den Störungsbildern des FASD und Traumatisierungen. Sie ist Ansprechpartnerin zum Thema Kinderschutz im KEH.

Wann: 23. Mai 2019  von 9:00 bis 16:30 Uhr
Wo: Christinenstraße 18/19, 10119 Berln | Pfefferberg, Haus 12, 4. OG | Raum Schwarz-weißer Pfeffer
TN-Zahl: Mind. 6, max. 20 TN
Teilnahmegebühr/Last-Minute-Rabatt: 90 Euro. Ab 8:30 stehen im Raum Kaffee und Tee bereit. Für einen Mittagsimbiss ist gesorgt.
Anmeldung: bei Lisa Galli Persoalentwicklung) per E-Mail: galli@pfefferwerk.de

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