Die erste Sonnenblume blüht – Neues aus unserem Inklusiven Haus

Eine Sonnenblume blüht vor dem Haus in der Boothstraße 17.

Nachdem wir im März einen Workshop zur Gestaltung des Gartens durchgeführt hatten, pflanzten wir am Gartenzaun an der Straße mehrere Sonnenblumen. Nun ist die Erste erblüht. Seit dem Frühling hat sich in der Boothstraße viel getan. Alle Studierendenzimmer sind vermietet und es gibt mittlerweile eine Warteliste. In der ambulanten WG wohnen seit Mai vier junge Menschen. Sie werden von drei pädagogischen Mitarbeiter*innen – einer Sozialarbeiterin und zwei Heilpädagog*innen – begleitet.

Damit dies möglich werden konnte, haben wir viele Umbau- und Sanierungsarbeiten realisiert. Ohne die tatkräftige Unterstützung unseres Gebäudeservices wäre dies nicht möglich gewesen. So haben wir in beiden Häusern eine Wasserstrangsanierung durchgeführt, Stromzähler und Durchlauferhitzer installiert. Wie es in alten Häusern so ist, findet man immer noch Überraschungen bei Bauarbeiten; dies war hier auch nicht anders. Daher verzögerten sich unsere Fertigstellungstermine immer mal wieder. Auch die Arbeiten im Rahmen der »Prima Bude«-Förderung gingen weiter. Bei der offiziellen Einweihung am 15. August konnten wir das Ergebnis der Arbeit in den vergangenen Monaten Jahres präsentieren: Der Saal ist komplett umgebaut und mit neuem Bodenbelag, Möbeln, Sitzecken und Medien ausgestattet. Hier können sich die Bewohner*innen des gesamten Hauses treffen, Filme ansehen, kickern, gemeinsam essen und feiern. In beiden Häusern haben wir die Flure farblich neu gestaltet und damit den Krankenhauscharakter minimiert. Die Gemeinschaftsküche und der Gemeinschaftsraum in den für beiden ambulanten Wohngemeinschaften wurden ebenfalls mit der Finanzierung der »Prima Bude« ausgestattet. Wir konnten in jede WG eine barrierefreie Küche einbauen: mit höhenverstellbarer Kochfläche und Spüle, Steckdosen in der Front der Arbeitsplatte und mit einer versenkbaren Herdklappe. Hier treffen sich die Bewohner*innen zum abendlichen gemeinsamen Kochen oder gemeinsamen Essen, aber auch zum Quatschen und Fernsehen.

In den beiden ambulanten Wohngemeinschaften können jeweils fünf Personen wohnen. Für die freien Plätze führen wir gerade viele Bewerber*innengespräche. Ein großes Problem ist, dass die Bearbeitung in den Ämtern von der Beantragung bis zur Kostenübernahme ca. drei Monate dauert. Alle vier Wochen laden wir zu einem Treffen ein, damit sich alle Bewohner*innen beider Häuser kennenlernen. Auch die Studierenden untereinander kennen sich anfangs nur selten. Wir planen jetzt schon die ersten Veranstaltungen wie Halloween und Weihnachten. Demnächst wollen wir einen Bewohner*innenrat gründen, um die Organisation stärker in die Hände der Bewohner*innen zu geben.

Am 15. August luden wir zum Tag der offenen Tür und gleichzeitig zur offiziellen Hauseinweihung ein. Viele waren unserer Einladung gefolgt und wurden von den Kolleg*innen durch die Häuser geführt. Es gab viele angeregte Gespräche, neue Netzwerke wurden geknüpft und neue Interessent*innen meldeten sich für Gespräche an. Besonders freuten wir uns darüber, dass auch einige Nachbar*innen aus den umliegenden Straßen unserer Einladung gefolgt sind und sogar Hilfe beim Gärtnern und anderen Aktivitäten in unserem Inklusiven Haus anboten.

Maud Materson | Leitung Inklusives Wohnen | Kontakt: materson@pfefferwerk.de

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