Neonazi-Aktivitäten verlagern sich

Neonazi-Aktivitäten verlagern sich nach Berlin-Karow
Der Pankower Ortsteil Karow wurde in den letzten Wochen zu einem Aktionsort der NPD. Am 17.11. veranstaltete der KV 8 der NPD mit zunächst etwa 20 Personen eine Kundgebung gegen die geplante Eröffnung einer Notunterkunft in einer Karower Sporthalle, am Folgetag waren es schon bis zu 80 Personen aus dem Umfeld der NPD. Berichten zur Folge klatschten Anwohner*innen den Rechtsextremen Beifall. Das „Netzwerk für Demokratie und Respekt Buch-Karow“ reagierte schnell und stellte sich der NPD mit bis zu 60 Personen bereits am 18.11. entgegen. Als am 24.11. das Bezirksamt den Einzug von Geflüchteten in die neue Karower Notunterkunft bekannt gab, schlossen sich Menschen aus dem Netzwerk für Respekt zusammen, um die Anreisenden Flüchtlinge ‚Willkommen‘ zu heißen und die NPD-Aktivist*innen in die Schranken zu weisen. In der Nähe der Turnhalle wurde ein Transparent angebracht mit dem Slogan „Was ist wichtiger – Leben retten oder Sportunterricht? Refugees are welcome!“.
In Karow gründet sich aktuell eine neue Gruppe – Karow hilft! – um ein deutliches Zeichen für die Geflüchteten zu setzen.
Im Ortsteil Karow wird seit mehreren Monaten ein Anstieg von Aufklebern der NPD beobachtet, die regelmäßig von Anwohner*innen entfernt werden (Pankower Register Chronik).