Argumentationstraining gegen rassistische und rechtspopulistische Parolen

Hetze gegen Geflüchtete, inszenierte Falschinformationen etc. sind häufig in sozialen Medien, am Arbeitsplatz und auf der Straße zu finden.

Was mache ich, wenn in der Supermarktschlange Menschen pauschal des Diebstahls verdächtigt werden, weil sie einen Migrationshintergrund haben könnten oder wenn Kitaeltern den unverzüglichen Stopp von Einwanderung fordern, um die „deutsche Kultur“ zu retten?

Wer solchen Aussagen wirksam begegnen will, sollte inhaltlich gewappnet sein, die Situation einschätzen können und sich der eigenen Grenzen bewusst sein. Das Argumentationstraining stellt Handwerkszeug und Kommunikationsstrategien zur Verfügung und soll die Verhaltenssicherheit im Umgang mit Eltern, Jugendlichen oder Nachbar*innen stärken. Ausgehend von den Erfahrungen der Teilnehmer*innen werden unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten besprochen, Kommunikations­weisen erarbeitet und mögliche Gegenstrategien in Rollenspielen erprobt.
Referent*innen sind Mitarbeiter*innen der Fach- und Netzwerkstelle [moskito] gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt und der Bildungsgruppe Gegenargument.

Nächster öffentlicher Termin: 20.11.2018, 17.30 – 21 Uhr im Stadtteilzentrum Pankow, Schönholzer Str. 10, 13187 Berlin



Angebote im Bereich Flucht, Asyl und Rassismuskritik – für engagierte, die mit Geflüchteten arbeiten (Freiwillige des Netzwerk Pankow Hilft! und weitere, Hauptamtliche, Multiplikator*innen)

Hier die vollständige Übersicht mit ausführlicher Workshop/Veranstaltungs-Beschreibung als PDF.

 

Rechtsruck in Politik und Medien – und was tun wir? Muss die Unterstützung von Geflüchteten politischer werden?“
Durch die Unterstützung von Geflüchteten sehen wir viele Schicksale und Probleme, mit denen einzelne konfrontiert sind. Neben bürokratischen Hürden und persönlichen Kennenlernprozessen bleibt oft nicht die Zeit, sich an der großen Politik abzukämpfen. Angesichts des aktuellen Rechtsrucks in Berichterstattung und öffentlicher Diskussion über Flucht und Migration, stellt sich jedoch verstärkt die Frage, ob es nicht in unserer Verantwortung liegt, dem zu begegnen. Solidarität und Gerechtigkeit sind Aspekte, die in der öffentlichen Debatte in den Hintergrund gerückt sind.
Gemeinsam wollen wir einen Blick auf den Rechtsruck in gesellschaftlichen Diskursen werfen. Wir wollen über die Ziele und die Verantwortung bei der Unterstützung von Geflüchteten ins Gespräch kommen und abschließend der Frage nachgehen, wie wir rechten Diskursen begegnen können. Anmeldung bitte möglichst bis zum 20.8.2018
Termin: 25. August, 14 – 18 Uhr: im JUP, Florastr. 84, 13187 Berlin. Einladungs als PDF

 

„Interkulturelle Kommunikation & Umgang mit Sprache“
Die Fortbildung beschäftigt sich mit der Rolle von Sprache als zentraler Teil in der Zusammenarbeit und der Beziehung mit Frauen mit Fluchterfahrung. Mittels Perspektivwechsel und Austausch wird über die Relevanz von Sprache in alltäglichen Situationen reflektiert. Hier bekommen Sie die Gelegenheit interaktiv zu reflektieren, welche Rolle Sprache spielt und wie wichtig interkulturelle Sensibilität für Sprache ist. Dabei wird viel Raum für Vernetzung und Erfahrungsaustausch gegeben. Gerne im Vorfeld anmelden
Termin: Ort und Termin wird noch bekannt gegeben

 

Mehr als Willkommen – Zukunftskonferenz „Wohnen“ im Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz
„Mehr als Willkommen“ ist ein Projekt im Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz, welches zur Unterstützung und weiteren Vernetzung von Initiativen der Willkommenskultur, der migrantischen Selbstorganisation, von sozialen Trägern und der Nachbarschaft ins Leben gerufen wurde. Die Zukunftskonferenz organisieren wir, wie schon im letzten Jahr, gemeinsam mit unseren Kooperationspartner*innen. In diesem Jahr sind dies [moskito] – Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus – für Demokratie und Vielfalt und KulturMarktHalle e.V. Mehr Infos und Programm folgen hier und hier.
Termin: 14. September, 14 – 18 Uhr: in der Fehrbelliner Str. 92, 10119 Berlin.

 

Was sind meine Perspektiven bei der Unterstützung von Geflüchteten? Visionen für das Engagement in der Geflüchteten-Unterstützung in Pankow“
Viele Menschen sind ehrenamtlich in Pankow unterwegs und unterstützen geflüchtete Menschen. Dafür braucht man einen langen Atem. Vielen Unterstützungskreisen fehlt es an Kapazitäten und Freiwilligen. Ziel des Seminars ist es gemeinsam darüber zu beraten was sich in den letzten Jahren Unterstützungsarbeit in Pankow verändert hat, welche neuen Ansätze entstanden sind und welche Perspektiven die Arbeit mit Geflüchteten haben kann. Gerne im Vorfeld anmelden
Termin:
27. September, 16.30 – 20 Uhr: im Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz  in der Fehrbelliner Str. 92, 10119 Berlin

 

„Gleichbehandlung ist ihr gutes Recht, auch auf dem Wohnungsmarkt!“
Das Thema „Wohnen“ beschäftigt sehr viele, ob aus wohnungssuchender oder unterstützender Perspektive. Dabei ist der Wohnungsmarkt leider nicht nur vom Mangel an tatsächlichen Wohnraum, sondern auch von (rassistischer) Diskriminierung geprägt. In Kooperation mit der Fachstelle Fair mieten – Fair wohnen befasst sich dieses Fortbildungsangebot im Rahmen der Pankow Hilft!-Reihe 2018 mit dem Thema „Gleichbehandlung ist ihr gutes Recht, auch auf dem Wohnungsmarkt!“ Anmeldung bitte bis 16.10.2018
Termin: 23. Oktober, 18 – 21 Uhr: Ort wird noch bekannt gegeben

 

„Argumentationstraining gegen rassistische und rechtspopulistische Parolen“‚
Hetze gegen Geflüchtete, inszenierte Falschinformationen etc. sind häufig in sozialen Medien, am Arbeitsplatz und auf der Straße zu finden. Was mache ich, wenn eine Klientin abwertend über Asylbewerber*innen spricht oder wenn Eltern von Klient*innen den unverzüglichen Stopp von Einwanderung fordern, um die „deutsche Kultur“ zu retten? Wer solchen Aussagen wirksam begegnen will, sollte inhaltlich gewappnet sein, die Situation einschätzen können und sich der eigenen Grenzen bewusst sein. Eine große Herausforderung ist es in diesen Situationen wertschätzend zu bleiben und die professionelle Beziehung zu den Klient*innen nicht zu gefährden. Gerne im Vorfeld anmelden
Termin: 20. November, 17.30 – 21 Uhr: im Stadtteilzentrum Pankow, Schönholzer Str. 10, 13187 Berlin



Weiterbildung für Fachkräfte der Sozialen Arbeit zur/ zum Vielfaltsbeauftragten
im Bereich Familienhilfe/ Kita & Tagespflege/ Schulsozialarbeit und Familien- und Stadtteilzentrum

Die diversitätsorientierte Arbeit mit Eltern und Kindern stellt Fachkräfte vor große Herausforderung: Wie kann mit Eltern gearbeitet werden, die sich abwertend über Familien oder Erzieher*innen aufgrund von Herkunft und Religion äußern? Wie lässt sich eine tragfähige Arbeitsatmosphäre herstellen, ohne solch problematisches Verhalten zu verharmlosen? Was tun, wenn Kinder Kinder wegen ihres Aussehens oder ihrer Mehrsprachigkeit ausgrenzen? Wie lässt sich Vielfalt kindgerecht thematisieren, wie sprechen wir mit den Eltern darüber? Welche Anforderungen lassen sich bewältigen und wo sind die Grenzen? Wo gibt es weiterführende Unterstützung für das Team und für die Kolleg*innen?

Das Projekt ElternStärken und die Fach- und Netzwerkstelle [moskito] bieten zu diesen und ähnlichen Fragen eine Qualifizierungsreihe für Multiplikator*innen der Erziehungs-, Beratungs- und Bildungsarbeit an. Es geht darum, die jeweilige Einrichtung – z.B. Familienberatung, Schule, Kita oder Familienzentrum – über die Qualifizierung von „Vielfaltsbeauftragten“ zu einer souveränen Auseinandersetzung mit Ansätzen der Demokratieförderung zu ermutigen. Die Qualifizierung soll dabei helfen, entsprechendes Know-how sowie Handlungssicherheit weiterzuentwickeln.

Interessierte Fachkräfte können sich als „Vielfaltsbeauftragte“ zertifizieren lassen und sind im Konfliktfall erste Ansprechpersonen in ihrer Einrichtung.

25.09.2018      Modul I: Demokratie, Respekt, Gewaltfreie Kommunikation als Grundlagen und Prinzipien der Sozialen Arbeit | Organisatorische Aspekte – Grenzen, Spielräume und Perspektiven – einer demokratischen (Einrichtungs-)Kultur

06.11.2018      Modul II: Sensibilität für Diskriminierungen erlangen | Auseinandersetzung mit Ungleichheitsideologien | Handlungssicherheiten im Umgang mit Konfliktsituationen erlangen

04.12.2018      Modul III: Ansprechperson für Demokratiefragen – was will ich erreichen? Rollenverständnis, Grenzen und Möglichkeiten gemeinsam einschätzen und erkennen| (politische) Bildungsarbeit mit Eltern

Januar 2019   Modul V: Praxisansätze: Demokratiebildung und Vorurteilsbewusste Erziehung