[moskito]-Veranstaltung am 8. März in Buch

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Am 8. März fand eine Veranstaltung zum Thema Frauen und Rassismus im Bürgerhaus Buch statt. [moskito] referierte über die Involviertheit von Frauen und Mädchen im modernen Rechtsextremismus. Besonders der Frauentag am 8. März bietet eine historische Auseinandersetzung an. Frauen kämpften für ihre Rechte, sie wurden aber lange Zeit in der historischen Forschung als handelnde Subjekte ausgeblendet. Auch die Frauenbewegung hatte blinde Flecken über die Involvierheit von Frauen, nämlich dann, wenn es um die Frage ging, inwiefern Frauen auch Mittäter*innen in Terrorregimen waren oder wenn es um ihre Rolle beispielsweise in der Aufrechterhaltung von Systemen wie der NS-Herrschaft ging. Die Rechtsextremismusforschung zum Thema Gender legte die verschiedenen Beteiligungsformen von Frauen an Rassismus und Gewalt spätestens Mitte der 1990er Jahre offen.

Die Beschäftigung mit dem Thema Frauen und ihre Involviertheit in den Rechtsextremismus verweist aber auch klar an Anschlussthemen des gesellschaftlichen Mainstreams, die Frage ist also auch, besonders am 8. März, wie ein Feminismus aussieht, der weder für Rechtspopulismus noch für den Rechtsextremismus eine offene Flanke hat?