Gemeinsamer Brief zum Thema Internetversorgung

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Aufruf von Pankow hilft! Zum Unterzeichnen!

Berlin, 6.12.2017: Dieser Brief richtet sich an alle, die unser Anliegen unterstützen können. Wir möchten auf eine für uns problematische Situation aufmerksam machen, die schon lange besteht und nur sehr langsam verbessert wird – die Versorgung mit Internetkapazität in den Gemeinschaftsunterkünften.

Die Situation in der GU Strassburger Strasse ist momentan regelkonform:

Es gibt 2 PCs mit Internetzugang und ein freies WLAN im Erdgeschoß. Die Kapazität ist allerdings schnell ausgeschöpft, wenn mehrere Menschen zugleich darauf zugreifen wollen. Wir sind mit „freifunk“ dabei, die Möglichkeiten einer besseren Versorgung auszuloten. Nach unserem Wissen gibt es (gab es?) ein LAN-Netz im Gebäude, mit Anschlüssen in mehreren Räumen in den einzelnen Etagen.

Es ist für uns nicht einfach, individuell längerfristige Versorgungsverträge anzuschließen. Etliche Anbieter schieben die Schufa-Prüfung vor oder „schlechte Erfahrungen“. Daher sind wir meistens darauf angewiesen, prepaid-Pakete zu kaufen, oft zu eher ungünstigen Bedingungen. Es können auch keine privaten Festanschlüsse beantragt werden. Das heißt: Internet ist für uns besonders teuer und nicht durchgängig vorhanden.

Wir benötigen stabiles und verfügbares Internet aus mehreren wichtigen Gründen:

  1. die Versorgung mit aktuellen Nachrichten, auch aus der Heimat.
  2. der Kontakt zur Familie
  3. viele lernen mithilfe von online Angeboten.
  4. die Schüler erhalten Hausaufgaben, die mit Hilfe des Internet erledigt werden müssen
  5. Formulare, Briefe und Email-Verkehr sind in der Kommunikation mit der Ämtern und Behörden wichtig und ersparen viel Zeit und Missverständnisse.
  6. Recherche über Hilfs- und Beratungsangebote, spezielle medizinische Versorgung etc. ist ohne Internet viel aufwändiger und langsamer.
  7. Bei der Wohnungssuche und bei der Jobsuche sind die Möglichkeiten ohne Internet drastisch eingeschränkt.

Wir benötigen also eine deutlich verbesserte Internetversorgung. Wir sind selbstverständlich bereit, dafür auch angemessene Kostenbeiträge zu leisten. Wir helfen gerne auch aktiv mit, wenn es um Planung, Bedarfsermittlung, oder auch Installation oder Abrechnung geht, soweit wir dazu in der Lage sind.

Wir bitten Sie zu prüfen, welche Wege es gibt, dieses Problem zu lösen oder zumindest die Situation rasch und nachhaltig zu verbessern.

Wir bitten Sie auch, bei den verantwortlichen Stellen und den Entscheidungsträgern unsere Situation darzustellen, das Problembewußtsein zu erhöhen und Schritte zur Abhilfe zu unterstützen bzw. zu beschleunigen.

Die BewohnerInnen der GU Strassburger Strasse 56 (Unterschriften im Anhang)