Kompetenz für Freiwilligenarbeit

Für eine Freiwilligenkultur der Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Teilhabe

Ziele des Projektes, das seit 2008 an den Start ging, ist es, die Infrastruktur und die Bedingungen für Freiwilliges Engagement im Bezirk zu verbessern.

Unsere Arbeitsschwerpunkte

  • Beratung und Unterstützung von Organisationen, die mit Freiwilligen arbeiten (wollen), um gute Strukturen für freiwillige Mitarbeit zu etablieren
  • Beratung von Freiwilligen in formalen wie inhaltlichen Fragen
  • Öffentlichkeitsarbeit, „Lobbyarbeit“ und Vernetzung für eine lokale Freiwilligenkultur
  • konzeptionelle Arbeit zur Weiterentwicklung von Konzepten im konkreten lokalen Zuschnitt und an der Schnittstelle bürgerschaftliches – zivilgesellschaftliches Engagement

Wir verwirklichen diese Arbeitsschwerpunkte durch persönliche Beratung, durch Begleitung von Organisationen, mit konkreten konzeptionellen Impulsen und durch die Initiierung und Unterstützung von konkreten Aktionen für einzelne Ortsteile und Bereiche, durch Fachveranstaltungen und mit Arbeitsmaterialien.

NachbarschaftshausNachbarschaftshausNachbarschaftshaus

Beispiele für konkrete Projekte

Veranstaltungsreihe ‚Spannungsfelder im freiwilligen Engagement’ (2009-2010)
In sechs Veranstaltungen mit fachlichem Input wurden brisante Fragen beleuchtet und zur Diskussion gestellt. Eine Broschüre dokumentiert die Diskussionen und gibt praktische Hinweise für die eigene Arbeit. (download)

Freiwilligendienste
Als lokale Anlaufstelle des Bundesprogramms FdaG hat das Nachbarschaftshaus im Rahmen des Projektes Informationen verteilt, Einrichtungen und Freiwillige beraten und vermittelt. Auch zum neuen Bundesfreiwilligendienst informieren und beraten wir Interessierte.

Arbeitsgruppe ‚Pankower Freiwilligenpass’
Seit 2009 ist die AG dabei, einen eigenen Freiwilligenpass für Pankow zu entwickeln. Da die vorhandene Anerkennungsformen für Ehrenamt als unzureichend eingeschätzt werden, kann dieser Pass zusätzliche Bonusprämien, Vergünstigungen vor Ort verhandeln. In der Arbeitsgruppe sind sowohl Vertreterinnen des Bezirks, die Stadträtinnen für Jugend und für Soziales, als auch Mitarbeiterinnen von Freiwilligenagenturen und sozialen Einrichtungen vertreten. Nach der Einführung der Berliner Ehrenamtskarte 2012 konzentriert sich die Arbeitsgruppe darauf, zusätzliche lokale Vergünstigungen zu erwirken.

Mitarbeit beim Aufbau lokaler Strukturen für bürgerschaftliches Engagement
In zwei Stadtteilen, dem Teutoburger Platz und im Mühlenkiez haben wir uns an konkreten Aktivitäten beteiligt. Insbesondere im Mühlenviertel, einer Plattenbausiedlung, versuchen wir, im Verbund mit Kinder-, Jugend-, Bildungs- und weiteren sozialen Einrichtungen, eine nachhaltige Engagementstruktur aufzubauen. Mit aufsuchender Stattteilarbeit schaffen wir den Bürger/innen niedrigschwellige und motivierende Bedingungen für Engagement. Ein Ergebnis ist etwa die regelmäßige Teilnahme der engagierten Bewohner/innen am jährlichen Freiwilligentag mit eigenen Aktionen.

„Engagement lernen“ - Engagementförderung in Grundschulen
Mehrere Schulen in Prenzlauer Berg hatten Interesse, „Soziales Engagement“ als Projekt in ihrer Schule einzuführen und in das Curriculum zu integrieren. Nach Planungsgesprächen mit Lehrer/innen, Eltern und Freiwilligen wurden 2011 erste Projekte realisiert. Wir übernahmen die laufende Begleitung, die Organisation von Austausch und konzeptionellen Gesprächen sowie die Unterstützung bei der Entscheidungsfindung für konkrete Projekte wie zum Beispiel die Baumscheibenbegrünung oder die Patenschaften für Stolpersteine.

Patenschaften für Stolpersteine
In Zusammenarbeit mit der Netzwerkstelle [moskito] wurden bislang 55 Patinnen und Paten für bereits vorhanden Stolpersteine gewonnen, darunter Prominente wie Volker Ratzmann und Stefan Liebich. Von jungen Familien bis zu 95-jährigen Zeitzeugen sind alle Bevölkerungsgruppen vertreten und haben die Aufgabe übernommen, die Stolpersteine regelmäßig zu reinigen und Beschädigungen zu melden. Regelmäßige Treffen alle zwei drei Monate und mehrere Veranstaltungen im Jahr und ein Newsletter ermöglichen sowohl den Austausch untereinander als auch die Veröffentlichung aktuellen Geschehnisse.

‚Engagement für Freiwilligenarbeit’ ist vor allem ein Netzwerkprojekt. Nur in Zusammenarbeit mit möglichst vielen lokalen Akteuren können die Ziele erreicht werden. Neben dem Nachbarschaftshaus, der Netzwerkstelle [moskito], der Ökowerkstatt und der Freiwilligenagentur im Stadtteilzentrum sind diese Kooperationspartner mehrere Grundschulen, die anderen Freiwilligenagenturen und Projekte in Prenzlauer Berg, Vertreterinnen der lokalen Politik und der bezirklichen Verwaltungen. Aber auch Einzelpersonen und Gruppen können Teil dieses Netzwerks zur Weiterentwicklung der Freiwilligenarbeit im Stadtteil werden. Machen Sie mit!

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