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Karjaa, 16.07.07 Als
wir uns morgens zum Festivalgelände
auf dem Weg machen wollten, fingen uns (Nadine und Melike) Maria
und Esa bereits im Treppenhaus des Hostel ab. Sie meinten, dass
sie eine dringende Aufgabe hätten und uns als Unterstützung
bräuchten. Es ginge um die Vorbereitung einer Ausstellung. „Das
hört sich gut an“, meinte Nadine, und entspräche
obendrein noch dem Berufsbild Mediengestaltung Digital und Print.
Nachdem wir mit unserem Supervisor Mika sprachen, entließ er
uns und die beiden nahmen uns gleich mit in eine kleine Galerie
namens Focus im Zentrum von Karjaa.
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Auf
dem Weg bekamen wir etwas mehr Details: Es handelt sich um eine
Fotoausstellung 10
Jahre Faces, wobei es
nicht so dokumentarisch werden sollte, wie die Ausstellung am Bahnhof
Helsinki, sondern vielmehr eine Installation, die somit dem Konzept
von Faces viel eher entspräche. Die Eröffnung sei am
nächsten Tag, doch vorbereitet sei bisher nichts. Mit anderen
Worten, die Ausstellung sollte noch am selben Tag fertig gestellt
werden. Hat Nadine wieder einmal mit zu wenigen Informationen zu
schnell zugestimmt? Als wir bei der Galerie ankamen, legten wir
sogleich los. Esa gab uns Unmengen Fotos und wir sortierten diese
und entwickelten ein Konzept zur Anordnung. Schnell merkten wir,
dass zwischen Maria und Esa dicke Luft herrschte. Sie verabschiedete
sich und nahm sich einen freien Tag. Anschließend teilte
uns Esa mit, dass er um 14 Uhr arbeiten müsste. Wer sollte nun
die Ausstellung vorbereiten? Melike und Nadine! Begeistert waren
wir nicht, dass wir ganz allein gelassen wurden, doch irgendjemand
musste es ja machen. Melike verfluchte Nadine für ihr Verantwortungsbewusstsein,
versprach ihr aber, sie nicht im Stich zu lassen. |
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Sie transformierte eine
Tür in
eine Collage und Nadine klebte Bilder an die Wände, die sich
wie eine Linie durch den gesamten Raum schlängelten. Als wir
damit fertig waren (es war bereits 19:32 Uhr), fingen wir an die
Podeste zu collagieren, hingen Poster auf, arrangierten den Raum
und räumten auf. Irgendwann kam einer Journalistin vom Västre
Nyland (eine regionale Zeitung), die dachte, dass die Ausstellung
bereits begonnen hatte. Sie machte ein Interview mit uns und Fotos.
Zum Schluss bauten wir eine interaktive Installation mit Bauklötzen,
auf die Worte geschrieben waren. Gegen 00:33 Uhr sah der Raum wunderschön
aus und wir waren sehr Stolz auf uns. Nach einem halbstündigen
Spaziergang fielen wir müde ins Bett. |
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So, nun genug des Lobes. Nicht nur Nadine
und Melike haben heute schwer gearbeitet, sondern auch alle anderen
knapp 25 Helfer. Unter den etwa 25 anderen Helfern waren auch Katja,
Max, Phillip, Sinah und the incredible ICH.
Der Bordkartenabreisser-on-duty-director, auch Holger genannt,
hat mir und Max die Aufgabe gegeben, eine Treppe zu bauen. Die
Treppe soll den Künstlern den Weg auf die Bühne ermöglichen.
Der drillinstructor (wir reden immer noch von Holger) hat uns die
Aufgabe in 5 Minuten erklärt und war der Meinung, dass wir
etwa 2 Stunden benötigen um die Treppe zu bauen. |
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Natürlich
waren wir nach einer Stunde fertig und Sergant Higgins (Holger)
war wie immer nicht aufzufinden.
Nachdem wir bei der Polizei eine Vermisstenanzeige aufgegeben haben
und Nobody endlich gefunden wurde, hat er mir die Aufgabe gegeben,
die Treppe zu streichen. Natürlich meinte er nicht die Treppe
sondern die Bühne. Für alle die sich im Englischen ein
bisschen auskennen, wissen, dass sich Treppe (stairs) und Bühne
(stage) nearly the same anhören. Da Hannibal Smith manchmal
Probleme hat, sein Esszimmer (anderes Wort für Mund, also
Aussprache) richtig einzusetzen, habe ich die beiden Wörter
verdreht und anstelle der Bühne, die Treppe gestrichen. Am
nächsten Tag war dann die Verwirrung perfekt. Bob Marley kam
zu mir und fragte mich: „Are all the germans so stupid?“ Da
ich bis dato nicht wusste was stupid bedeutet, habe ich einfach
10 Liegestütze gemacht. Komischerweise hat er den ganzen Tag
nicht mehr mit mir geredet. Jetzt sitzen wir in unserer Akkumodäischn
und trinken noch ein kühles Wasser um dann ins Bett zu gehen.
Gute Nacht!!!! (Autoren:
Moi Christoph und Nadine)
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Karjaa, 17.7.2007
Philipp hat heute mitgeholfen einen Zaun zu bauen, um das Festivalgelände
abzugrenzen. Er baute zusätzlich Fallen, damit niemand
unbemerkt das Gelände betreten kann.
Heute war die Ausstellungseröffnung. Börje,
der Oberchef vom Faces Festival war auch da. Allen hat die Arbeit
von Melike
und Nadine gut gefallen und deshalb wurde ihnen an diesem Tag keine
schweren Aufgaben aufgetragen. Sie wurden sogar in einer
schwedischsprachigen
Zeitung
abgelichtet (Hier der Artikel als
PDF, allerdings in Schwedisch).
Einer Kurzzusammenfassung auf Deutsch nach Bedarf (bitte per Email anfragen).
Eigentlich wollte heute Katja den
Bericht schreiben. Am späten Abend erklärte sich Christoph
bereit. Komisch das wir so wenig Zeilen heute haben....? Vielleicht
folgt ja in nächten Tagen was...
Aber
immerhin bezeugt ein Video vom selbigen Abend von unserer Motivation.
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Karjaa, 18.07.2007
Today
was my second day in the Catering. It is a good feeling to
have built the tent and everything inside
of it but also to
cook in there for more than 70 people. Every day one volunteer
is helping in the kitchen from 9 am to 5 pm and a second one
is working from 12 am to 8 pm. Today we eat minestrone and pancakes.
Everybody loved the pancakes and when you work in the kitchen
and make the pancakes, then everybody likes you. ;-) You need
the same things than in your home kitchen but everything is bigger
and you need more ingredients. To make pancakes …you need
6 liter milk, 30 eggs and lot of flour. You also need a bucket!
It’s good to work in the kitchen because I can learn English
there. Janne (The master of the kitchen) speaks more then seven
languages, for example German. And when I don’t understand
an English word, he tells me what the meaning is in German and
sometimes he writes it on paper. You see I learn many things
here.
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Max, Melike, Sinah, Philipp, Christoph
and Anders (the Men who built the most things on this Festival)
continued building the fence around the festival area. In total
it will be about 500 meters long or even more.
Nadine had her first day of physical work. She had to carry
around things and put up trash bins. She liked it, because she
met a lot of people talked and made jokes. Even though she is
really strong (written by herself) her arms were so tired and
the muscles hurt.
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After
a long hard day of work we all meet in the garden in front of
the hostel, also most of the volunteers
from the international workcamp. We were probably about 30 people.
A girl from Serbia played the „guitar“ and all the
people sang along songs. We have many people with a musical talent
here that’s nice. (Autoren: Katja und Nadine)
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Karjaa, 19.07.2007
Viel gibt
es vom heutigen Tag nicht zu berichten. Alle (damit meine ich
nicht nur das international Faces Production Team Pfefferwerk,
sondern auch die anderen 17 internationalen Helfer aus unserem
Hostel) hatten einen leichten bis mittelschweren Hangover (außer
Sinah und Philipp, versteht sich!). Trotzdem haben es alle mehr
oder weniger zeitig aus den Betten geschafft, zumindest erreichten
wir das Festivalgelände pünktlich um 9 Uhr zum täglich
Meeting mit Börje. Christoph merkte man noch den Restalkohol
an und Max seine Qualen (er konnte seine Kopfschmerztabletten
nicht finden).
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Die
meisten arbeiteten weiter am Zaun (ein Projekt, welches sich
wahrscheinlich noch einige Tage hinziehen
wird). Nadine durfte wieder eine kleinere Aufgabe für Esa übernehmen
(sie freute sich sehr, dass sie nicht so körperlich arbeiten
musste, wie am Tag zuvor, da sie erstens Muskelkater hatte und
zweitens an ihren Kater Fellini denken musste ;) Melike wollte
unbedingt etwas Fleischiges und Fettiges essen und entschied sich
dazu in der Stadt ein Döner zu essen (für 5 Euro), anstatt
das leckere Mittag- und Abendessen von Janne zu sich zu nehmen;
Sinah schloss sich ihr an. |
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Philipp, der am Tag zuvor
Frühsport
gemacht hatte (er entdeckte seine Leidenschaft fürs Fahrradfahren,
insbesondere freihändig), hart gearbeitet hatte (und zwar
den ganzen Tag), fiel in seinen gewohnten Trott zurück. Er
wollte nicht aufstehen, nicht arbeiten, aber dafür gerne alle
nerven. Trotz allem bemerkte Melike ganz überrascht: „Philipp,
Du bekommst ja einen Bart! Du wirst ja ein Mann.“ Mal sehen,
wie das weitergeht….
Nadine nahm sich für diesen Tag ganz fest vor, dass sie
wenigstens einmal vor Mitternacht schlafen gehen würde.
Wird sie es schaffen? Es ist schon wieder 21:53 und sie sitzt
noch immer am Computer. Die meisten Finnen machen sich ernstlich
sorgen um sie. Mika sagte heute zu ihr: „You have to relax,
Nadine, like me.“
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Wie es aussieht bleiben
wir bis zur Abreise hier im Hostel und ich glaube, dass auch
alle froh darüber
sind. Wir haben uns an diese Räumlichkeiten gewöhnt,
haben den Luxus von Dusche, warmen Wasser und Reinigungsservice
(auch haben wir unsere Schlafsäcke bisher nicht gebraucht,
sondern haben frisch bezogene Decken und Kopfkissen in gemütlichen
Betten). Teilweise wurden die Zimmer aufgestockt oder zusammengelegt
(mit den anderen internationalen Helfern), aber Max hat noch immer
(als einziger) das Privileg eines Einzelzimmers.
So, Melike muss jetzt noch etwas arbeiten, nämlich an der
Galerie-Seite unserer Website und Nadine geht schlafen. Gute
Nacht…
p.s. Mittlerweile
ist es 23:22 Uhr. Nadine schläft noch
nicht, aber sie liegt bereits im Bett. Sie hat gestern eine Band
gegründet, mit der sie beim Faces Festival auf der Free
Stage auftreten will. Der Name: Dancing Blueberries. Mittlerweile
sind sie zu viert: Maaria, Laura, Iva und Nadine. Sie werden
morgen das erste Mal proben (wenn Nadine nicht wieder die Gitarre
vergisst). Hörproben gibt’s dann ggf. in naher Zukunft
;)
(Autor: Nadine)
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Hallo
und herzlich Willkommen zum nächsten
Teil, des schier nicht enden wollenden Aufenthaltes in Finnland?
Heute ist der 22.07.07 und ich soll einen Bericht über den
20.07.07 schreiben. Bei dem ganzen Stress, hab ich schon vergessen,
was wir den ganzen Tag über gemacht haben. Ich werde nun versuchen,
Stück für Stück, mich an den Tag zu erinnern.
Es war einmal...
…der 20.07.07
in Karjaa, Finnland. Wie bereits die Tage
zuvor, begann unser Tag pünktlich um 9:00 Uhr im Küchenzelt
auf der Festivalarea in Billnäs. Der Vereinsvorsitzende
Börje, hat in seinem
täglichen
Morgenappell, die anstehenden Aufgaben erläutert und verteilt.
Sancho Pancho (Holger), seine „rechte Hand“, hat
immer wieder freundlich darauf hingewiesen, dass jede Arbeit
total toll, unglaublich viel Spaß macht und voll easy ist.
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Ich
kann mich nicht mehr genau erinnern aber ich weiß, dass
wir heute nicht am fence gearbeitet haben. Max und Katja, haben
sich auf Grund von Zaunbau - Überstunden
und dem Mittagsküchendienst (12-20 Uhr), den ersten Teil des
Tages frei genommen und sind erst um 12 Uhr zu uns gestoßen.
In dieser Zeit haben die anderen Schwerstarbeit geleistet. Nadine
hat Stadtbote gespielt und hat Holz hin und her transportiert (keine
Ahnung warum). Melike und ich wollten erst mit Ned
Flenders die Kassenhäuschen
aufbauen aber da ich ja bereits erwähnte, dass die Finnen irgendetwas
erklären und dann mitten im Satz abhauen, hat Melike weiter
an der Homepage gearbeitet und ich durfte die schwersten Fenster,
die es auf dieser Welt gibt, aus der 1. Etage nach Paterre bringen.
Irgendwann gegen 12 Uhr kamen dann auch schon Max und Katja und dann
war der Tag auch schon fast vorbei. Fast wohlgemerkt… |
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Gegen 19 Uhr haben wir
uns alle auf den Weg nach Fiskars gemacht, um in eine Outdoorsauna
zu gehen.
Die Sauna lag mitten im Wald an einem See. Anfangs haben wir getrennte
Saunagänge gemacht (Frauen zuerst, dann die Männer) aber
als die Frauen unsere abgöttischen Körper sahen, gab
es kein halten mehr und wir machten aus der getrennten Sauna eine
Mixed-Sauna. Allerdings wurde teilweise auf Textilien bestanden
und nur Michael und Mika machten eine Ausnahme und trugen nur Handtücher.
Allerdings hatte niemand Mika darüber informiert, dass man
sich mit Handtuch nicht breitbeinig ans Feuer setzen sollte. Also
erheiterte er die Mädelsrunde mit „little Things“ wie
er sagte. Es war echt entspannend und wir konnten uns ein wenig
von den Strapazen der letzten Tage erholen. Das eigentliche Highlight
an diesem Abend sollte das Reinfeiern in Max’s Geburtstag
sein. Aus dem eigentlich, wurde die ereignisreichste Nacht, seit
es ereignisreiche Nächte gibt. Wir saßen gemütlich
im Wald, am See, neben der Sauna und warteten auf den Mitternachtsgong,
um Max in den Kreis der 23-jährigen aufzunehmen. |
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Als wir dann wieder nach
Hause gefahren sind, haben wir uns noch kurz in den Aufenthaltsraum
gesetzt, um
den Tag entsprechend fröhlich zu beenden. An dieser Stelle
muss ich (Katja) mich kurz einschalten, da ich der Fahrer des ersten
Busses war und unsere Rückfahrt nicht so ruhig verlief. Kaum
waren wir, drei Leute legal vorne, der Rest von 10-15 Leuten illegal
hinten drin, losgefahren, sah ich Blaulicht im Rückspiegel. Michael,
der neben mir saß, fluchte auf Finnisch, was ich mittlerweile
auch gut kann aber hier nicht wiedergeben werde und meinte ich soll
einfach ganz normal weiterfahren. Nach hinten gab es ein hektisches
Klopfen an die Scheibe, was soviel bedeutet wie „unten bleiben
und klappe halten“. Also fuhren wir genau 40 aber die Bullen
blieben hinter uns. Michael und ich wechselten einen Blick und dann
trat ich aufs Gas. |
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Die Leute purzelten
durcheinander und verfluchten uns, sowohl auf Finnisch als auch
auf Englisch aber
darauf konnten wir keine Rücksicht nehmen. Also runter von
der Hauptstraße, der nächste Feldweg war unser. Wir
holperten mit knappen 80 Km/h über die Hügelpiste, hinter
uns die die Polizei mittlerweile mit Sirene, sie hatten wohl bemerkt,
dass wir was zu verbergen hatten. Um uns war es stockdunkel, nur
unsere Lichter und das Blaulicht erhellten die Nacht. Ich hoffte
inständig, dass Michael immer noch wusste wo wir waren, ich
hatte schließlich genug mit dem Auto zutun. In dem Moment
sprang ein Reh auf den Weg, zum Glück kein Rentier, den so
einen Unfall überleben die wenigsten. Bremsen konnte ich nicht,
hinten war schließlich niemand angeschnallt und es hätte
uns auch unseren mittlerweile recht großen Vorsprung gekostet. |
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Die
Leute purzelten durcheinander und verfluchten uns, sowohl auf
Finnisch als auch auf Englisch
aber
darauf konnten wir keine Rücksicht nehmen. Also runter von
der Hauptstraße, der nächste Feldweg war unser. Wir
holperten mit knappen 80 Km/h über die Hügelpiste, hinter
uns die die Polizei mittlerweile mit Sirene, sie hatten wohl bemerkt,
dass wir was zu verbergen hatten. Um uns war es stockdunkel, nur
unsere Lichter und das Blaulicht erhellten die Nacht. Ich hoffte
inständig, dass Michael immer noch wusste wo wir waren, ich
hatte schließlich genug mit dem Auto zutun. In dem Moment
sprang ein Reh auf den Weg, zum Glück kein Rentier, den so
einen Unfall überleben die wenigsten. Bremsen konnte ich nicht,
hinten war schließlich niemand angeschnallt und es hätte
uns auch unseren mittlerweile recht großen Vorsprung gekostet. Zum
Glück verschwand es genauso schnell wie es kam und wir
rasten weiter. Dann sah ich vor uns wieder Licht, wir hatten die
Hauptstraße wieder gefunden. Das war unsere Chance!
Also ein letztes mal Beschleunigen und wir waren zurück in
der Zivilisation. Die Polizei hatten wir abgehängt. An der
nächsten Nebenstraße hielten wir, ich beruhigte meine
Nerven und die Leute hinten drin sortierten sich neu. Danach fuhren
wir ganz normal nach Hause und warteten auf Max um ihn und seinen
Geburtstag zu feiern.
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Zurück
zu Christoph. Ich weiß nicht, wie spät es war und
ich weiß nicht, wie es dazu kam aber ich erzählte
eine Geschichte über ein Regal bei Lidl, das kippelte, weil
die Verkäuferin einen Schuh verloren hat. Nadine, in diesem
Moment meine Übersetzerin, weil ich aus irgendeinem Grund
mein Englisch verlernt hatte, stand mir in jedem Augenblick zur
Seite. An dieser Stelle: Danke Nadine!!!
Ich glaube, die Geschichte ist jetzt so berühmt, dass ein Teil in die finnische
Nationalhymne übergeht. An dieser Stelle … |
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Karjaa,
21.07.2007
(Autor ab jetzt Max) Heute übernehme ich mal wieder das Berichten,
denn wenn ich schon Geburtstag habe ist dass ein guter Grund mich
gleich zum
Berichtschreiben zu verpflichten. Wie Christoph bereits berichtete
begann mein großer Tag mit Gesang und einer Kerze am Lagerfeuer,
neben der einzigartigen Sauna in Fiskars vor dem wundervollen See.
Zurück im Hostel erwartete mich erneut Gesang diesmal zwei
Kerzen, Sekt und Kuchen. Es folgte eine lange Nacht mit guten Gesprächen,
viel Bier und verschiedenen Finnischen Schnäpsen. Um 5 Uhr
morgens, die Sonne stand bereits wieder hell am Himmel ging ich
fröhlich zu Bett, mit dem festen Vorsatz lange zu schlafen.
Daraus wurde natürlich wieder mal nichts, dank des absurden
früh Aufstehens der vorangegangenen Tage erwachte ich um halb
zehn, doch konnte noch eine Weile vor mich hin dösen bis wir
dann um kurz nach 11 zur Festivalarea starteten. Für heute stand
ein ganz besonderer Arbeitseinsatz auf dem Programm nach dem Brunch
im Küchenzelt bestiegen wir einen Reisebus (ja auch bei Faces
wird man nicht immer auf der Ladefläche von Lieferwagen transportiert)
und fuhren nach Helsinki. Wider meinen Erwartungen ist die finnische
Hauptstadt mit ihren 500.000 Einwohnern lebhaft, urban und ausgesprochen
hübsch. |
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In
einem Park in der Nähe des
Hafen endete unsere Fahrt, auf einer Bühne sollte hier das
Konzept des Faces Festival präsentiert und anschließend
Musik gespielt werden. Parallel dazu sollten wir hunderte von Faces-Zeitungen
verteilen, anschließend - so das Versprechen - hätten
wir Zeit zur freien Verfügung. Obwohl der Park von Menschen
durchströmt wurde, zu großen Teilen jedoch Touristen,
schien der Vorrat an Zeitungen nicht zu schrumpfen, nach einiger
Zeit waren dafür Phillip und Sinah weg (wie sich später
herausstellte saßen sie bei einer imperialistisch-kapitalistischen
weltweitagierenden Fastfoodkette). Christoph und Melike verteilten
durch aufreizende Tänze erfolgreich Zeitungen und wurden sogar
von schwedischen Playboys auf ihre Yacht eingeladen. Katja, die
sich als zu schüchtern zum Verteilen erwies und Besuch von
Alois, einem Freund aus Deutschland bekam, kam auf die Idee mit
der Straßenbahn einmal durch die ganze Stadt zu fahren. Christoph
fühlte sich als Revierkater bedroht und hoffte deshalb auf
Alois Einhodigkeit, wozu dem Autor aber keinerlei weitere Informationen
vorliegen. Kurz entschlossen schnappte ich mir einen großen
Haufen Zeitungen und fuhr mit. Die Idee erwies sich als Erfolg
an jeder Station stiegen mögliche Faces Besucher zu, die von
mir sofort mit Zeitungen versorgt und von Alois mit dem Angebot
ihnen alle Ihre Fragen zu beantworten. Es hatte zwar niemand Lust
Fragen zu stellen, doch sie lasen alle sehr interessiert die Zeitung. |
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Zurück
am Hafen perfektionierte ich meinen Zeitungsverteil-Stil. Zwei
Möglichkeiten erwiesen
sich als besonders effektiv, entweder freundlich lächeln und „You
look like you could be interested in the Faces Festival“,
zweite Möglichkeit entschlossenes Auftreten und „GO
TO FACES!“ dann nahmen auch alle die Zeitung. Der
Bus brachte uns natürlich mit Verspätung zurück
zur Festvalarea und zum BBQ. Nachdem
der Grill endlich in Gang gesetzt werden konnte wurden wir mit
Maiskolben und den bereits bekannten Würstchen mit
minimalem Fleischanteil versorgt, wir hatten bereits damit gerechnet
und deshalb zu teilweise horrenden Preisen Fleisch gekauft. Noch
während des Grillens startete im KELMU das erste Konzert,
eine experimentelle Porno Punk Metal Band konnte trotzt Ihres
vollkommen nackten Auftretens Nadine nicht überzeugen.
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Als
nächstes spielte die Band in
der Anssi (der Freund von Elena)
Bassist ist. Die hauptsächlich weiblichen Internationalen
V flippten völlig aus und als sich die ersten Jungs trauten
mit dem Tanzen zu beginnen gab es kein halten mehr, die Tanzfläche
wurde gestürmt, die Party begann. Nach den ersten Songs wurde
mir dann eine tanzbare Interpretation von „Happy Birthday“ präsentiert,
die Stimmung kochte. Auch als die Künstler völlig erschöpft
eine Pause einlegten war das Publikum noch lange nicht müde.
Der Band wurden nur wenige Minuten gegönnt dann schrien alle
so lange „WE WANT MORE“ bis es weiter ging. Das Tempo
der Songs blieb Medium die Stimmung hoch doch leider war das Konzert
zu Ende bevor die Masse erschöpft war. |
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Anti,
der manchmal menschenfeindliche Finne, war heute beim Grillen
besonders freundlich und bewies dass
er auch Englisch kann, doch nun war er wieder betrunken und sein
zweites Gesicht zeigte sich. Mit Christoph diskutierte er wie oft
er ihn wohl in der Sekunde treffen könnte, dann wollte er
plötzlich von mir wissen ob ich ein harter Typ sei und typische
Provokationen wie Rumgeschupse. Als ich versicherte ich sei ganz
soft wendete er sich wieder Christoph zu, zum Glück konnte
auch dieser einer ernsthaften Schlägerei entgehen, auch andere
Finnen neigen zu Aggressionen wenn Sie betrunken sind.
Der einzige nüchterne war Alois und weil keiner laufen wollte
quetschten wir uns in den neusten Transporter. Leider war dieses
Fahrzeug in der Lage schnell zu fahren, Katja und Michael dafür
unfähig Alois rechzeitig den Weg anzusagen. Alois nahm daher
rasante Kurven und plötzliche Bremsungen vor, ich gehörte
zu den Betrunkenen im hinteren Teil, wir wurden brutal durchgeschüttelt,
der Fahrer wurde heftigst beschimpft in allen möglichen Sprachen,
sein Fahrstil änderte sich trotzdem nicht.
Die meisten
saßen noch zu einem letzten Bier zusammen,
nur Melike wollte mehr. Sie machte sich schick und auf den Weg
um Nadine und die örtliche Disko zu finden, doch diese Geschichte
hört Ihr morgen von Ihr selbst.
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Karjaa,
22.07.2007 So bin jetzt
bereit den Übergang von Max zu übernehmen,
ja nun an dem Tag wo wir zum Hostel gefahren sind war ich mir
immer noch nicht sicher, ob ich jetzt gleich schlafen gehe, oder
lieber mich hübsch machen und los zur Disco gehen soll.
Hab mich entschlossen alleine zur Disco zu gehen, weil ich dachte,
dass die anderen bereits da wären… Aber als ich los
gefahren bin, habe ich die anderen nicht gesehen, und sie hatten
wohl doch keine Lust oder es war ihnen zu teuer. Mich VERHINDERTE
nichts, vor allem, da ich hörte, dass Nadine auch da wäre
(was sich allerdings als Irrtum herausstellte, sie entschied
sich in letzter Minute um). . Ich ging mit Freuden zu Fuß.
Endlich war ich da gewesen, nach der strengen Passkontrolle und
ein bisschen quatschen ging ich rein. Es war sehr schön
drinnen, sehr groß, aber ich konnte Nadine nicht sehen.
Naja, ich hab mir ein Bier geholt und stand dann da, bis mich
zwei Jugendliche anquatschten. Sie fragten mich, ob ich nicht
Lust hätte mich zu unterhalten, ---- jaaa warum nicht---
? Naja schließlich nach 1-2 Stunden haben sie zu gemacht.
Ich schlief erst um 5:30 Uhr…
Heute
dürfen wir ausschlafen und tun was wir wollen, denn
wir haben heute FREI. Die meisten schliefen durch, die anderen
bis abends doch einige standen trotzdem auf und fuhren zum See
und tankten Sonne hehe :) (andere sogar zum Meer) Aber ich stand
leider so früh auf. Später bin ich aber mit dem Fahrrad
losgefahren, tatsächlich habe ich einige bei der Festivalarea
getroffen und wir fuhren gemeinsam zum See. Gutes Timing… Wo
wir dann antrafen, lag Christoph ganz allein aber froh unter
der Sonne…? Wir waren alle im Wasser. Nadine, Sinah und
Phillip waren am Meer gewesen mit dem Zug. Als wir uns beim Abendessen
sahen, fand ich die total braun, sie hatten alle drei einen Sonnenbrand.
Das sah total lustig aus hehehe… Später ginge ich
mit den anderen unten in die Sauna und relaxte. Das tat sehr
gut und ich ging erschöpft schlafen… Morgen erwartete
uns ein harter Tag. Je näher das Festival rückt, desto
mehr Arbeit erwartet uns. Mal gucken, ob wir noch parallel die
Website schaffen. (Autor: Melike) Leider wurden keine Fotos gemacht
an diesem Tag, die Akkus von den Kameras waren nicht aufgeladen.
Lag das vielleicht daran, dass alle zu hart gefeiert haben am
Tag zuvor?
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Karjaa,
23.7.2007
Mal wieder kamen wir (Sinah und Ich) nicht aus dem Bett.
Ich war gerade auf dem Weg zum Frühstück dort wurde
ich angehalten von Ayxan (einer der Volenteers) dem Möchtegern-Gangster
(18 Jahre alt). Der hat mir mal wieder eine Scheiße erzählt
und ich verstand kein Wort ich nickte einfach. Endlich kamen
wir unten
am Bus
an der uns wieder mal zum Festival schmuggelte. Dort bekamen
wir mal wieder die scheiß Aufgaben.
Ich musste mal wieder beim Zaun arbeiten wie in den letzten Tagen.
Dort kam ich schon ganz genervt an. Ich suchte so schnell wie
möglich die bestgelegenste Möglichkeit der Arbeit zu
entrennen. Ich gerade am Flüchten, hielte mich Max an und
sagte: „Hilf mir doch steh nicht so faul rum.“
Ich antwortete: „Klar immer doch.“ Da hatte ich denn
nächsten Misst ich sollte Stöcke zum Zaun tragen. Der
nächste Text folgt ihn Kürze! (Philipp)
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Die
anderen haben den Zaun rot angemalt (Melike, Nadine, Sinah und
welche vom international Camp). Aus irgendwelchen gründen
sah man dies nur Nadine an (sie war über und über rot).
Leider wurden wurden auch am heutigen Tag keine Fotos gemacht
(trotz aufgeladenen Akkus). Morgen wieder… |
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